Neue britische Umfrage unter Holzrahmenbauern zeigt die größten Probleme auf
Umfrage zeigt: Konformitätsverwirrung gefährdet den Erfolg im Bausektor
- 43 % der Befragten nannten das Brandverhalten als ihre größte Herausforderung.
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73 % berichteten über einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in ihrer Belegschaft.
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49 % gaben ihre PMV-Werte nicht an und begründeten dies mit Verwirrung.
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39 % bauen über den Vorschriften, fühlen sich aber von der Politik ignoriert.
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81 % wünschen sich OSB-Platten mit integriertem Feuerwiderstand.
Die Ergebnisse unserer jüngsten Umfrage, die in Zusammenarbeit mit der Structural Timber Association durchgeführt wurde, zeigen, dass der Druck auf den Schultern der Branche wächst - und dass immer weniger klar ist, wie man diesem Druck begegnen kann. Der vollständige Bericht, Framing the Future: The State of Timber Frame Construction, ist ab sofort auf unserer Website verfügbar.
In der Umfrage wurden die Antworten von über 80 Holzrahmenbauern aus den Bereichen Wohnungsbau, sozialer Wohnungsbau und Bildungswesen erfasst. Obwohl der Wunsch besteht, höhere Leistungsstandards zu erfüllen, wiesen viele der Befragten auf eine Diskrepanz zwischen den politischen Ambitionen und den praktischen Realitäten der Umsetzung hin.
Die Dringlichkeit der Netto-Null-Ziele trägt zur Komplexität bei. Die britische Gesetzgebung verlangt Netto-Null-Emissionen bis zum Jahr 2050, und Häuser sind derzeit für 20 % aller Emissionen verantwortlich. Der Future Homes Standard (FHS), der bis 2025 eingeführt werden soll, schreibt vor, dass neu gebaute Häuser über eine kohlenstoffarme Heizung und Energieeffizienz verfügen müssen. Es wird erwartet, dass Häuser, die nach dem FHS-Standard gebaut werden, im Vergleich zu den bisherigen Vorschriften (Approved Document L 2013) 75-80 % weniger Kohlendioxidemissionen verursachen, wobei der Schwerpunkt auf Luftdichtheit und hochleistungsfähiger Bausubstanz liegt - einschließlich Wänden, Böden und Dächern.
Die größte Sorge ist die Verwirrung um den Vorfertigungswert (Pre-Manufactured Value, PMV), eine Kennzahl, die in vielen Finanzierungsmodellen für moderne Bauweisen (MMC) eine zentrale Rolle spielt. Fast die Hälfte aller Befragten lehnte es ab, ihren PMV-Wert anzugeben, und verwies dabei auf unklare Definitionen, mangelnde Relevanz für kleinere Betriebe oder Unsicherheit darüber, wie die Zahl überhaupt berechnet wird. Während Homes England und andere Regierungsprogramme Anreize für hohe PMV-Werte schaffen, indem sie Mittel bereitstellen - beispielsweise Kapitalzuschüsse für Projekte, die einen PMV-Wert von 55 % oder mehr erreichen -, gibt es in der Branche nach wie vor kein standardisiertes Verfahren für die Berechnung.
Erschwerend kommt hinzu, dass politische Rahmenwerke wie der Future Homes Standard zunehmend auf Massenentwickler ausgerichtet sind. Dies führt dazu, dass kleinere Hersteller, von denen viele bereits über die Vorschriften hinaus bauen, nicht wissen, wo sie ins Bild passen.
"Der Branche mangelt es nicht an Innovationen oder Absichten, aber der Mangel an Klarheit erschüttert das Vertrauen", sagt Roly Ward, Leiter der Abteilung Geschäftsentwicklung, und fügt hinzu: "Wir hören eine klare Botschaft aus dem Sektor: Die Hersteller werden aufgefordert, sich schnell zu bewegen, ohne eine klare Grundlage zu haben. Das ist nicht tragbar.
"Der Brandschutz ist ein Paradebeispiel. Für fast die Hälfte der Befragten ist er nach wie vor die größte Herausforderung, doch die Prüfverfahren sind nicht klar definiert, und den Versicherern fehlt noch immer das Vertrauen. Das ist ein riskanter Engpass. Wenn wir wollen, dass sich MMC durchsetzt, brauchen wir klare Vorschriften, einheitliche Standards und Produkte, die die Einhaltung der Vorschriften vereinfachen - und nicht noch komplizierter machen.
Die Umfrage verdeutlicht auch einen breiteren systemischen Druck. 73 % der Hersteller sehen sich mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften konfrontiert, wobei Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit von Lehrstellen, lokaler Ausbildungswege und der allgemeinen Attraktivität der Bauberufe für jüngere Arbeitnehmer geäußert wurden. Dies stellt eine ernsthafte Herausforderung dar, da die Nachfrage nach kohlenstoffarmen Wohnungen steigt.
Trotz dieser Bedenken zeigt der Bedarf an Produktentwicklung, dass die Branche nach wie vor nach Innovation strebt. 81 % der Befragten forderten OSB-Platten mit integrierter Feuerbeständigkeit, wobei 43 % das Brandverhalten als ihre größte Herausforderung bezeichneten. Viele Hersteller äußerten auch Interesse an multifunktionalen Lösungen, die den Bedarf an geschichteten Materialien und Anpassungen auf der Baustelle reduzieren, indem sie die Einhaltung der Anforderungen in Bezug auf Luftdichtheit, thermische Leistung und Baubarkeit rationalisieren.
Um den vollständigen Bericht Framing the Future zu erhalten, füllen Sie einfach ein Kontaktformular aus.